Dunkel wie die Nacht

von Ørjan N. Karlsson

»Dunkel wie die Nacht» von Ørjan N. Karlsson - Buchcover | Buchblog der Buchleserin

Jakob Webers zweiter Fall

Kjerringøy ist ein beliebter Ferienort, umgeben von mächtigen Bergketten und dem tosenden Meer. Aber die Idylle zerbricht, als drei Freundinnen inmitten der malerischen Landschaft eine augenlose Leiche ent­decken. Die Ermittlungen führen Jakob Weber und Noora Yun Sande in eine exklusive Privatklinik, deren aalglatter Leiter jede Zusammenarbeit verweigert. Kurz darauf berichtet ein verstörter Wanderer von einer Begegnung mit einem gesichtslosen Phantom. Die ­Ermittler ahnen, dass sich ein Albtraum über die Halbinsel legt. Und dann wird eine weitere Leiche gefunden …

Auszug des Klappentexts

Ein weiterer Fall für Nordlands Ermittler – düster, spannend und atmosphärisch

Bevor wir beginnen

Den Roman »Dunkel wie die Nacht« von Ørjan N. Karlsson hat mir der Pendragon Verlag erneut als persönliches Leseexemplar angeboten. Ihr ahnt gar nicht, wie groß meine Freude war, als ich das Buch in meinen Händen hielt.

Denn bereits der erste Teil dieser Buchreihe mit dem spannenden Ermittlerteam und einer ordentlichen Prise Nordic Noir hat mich völlig begeistert. Jetzt im Hochsommer in die kühle nordische Atmosphäre einzutauchen, hat mir unglaublich viel Lesefreude bereitet.

Ich danke dem Team des Pendragon Verlags, dass ich erneut Jakob Weber und Noora Yun Sande bei ihren Ermittlungen über die Schulter schauen durfte.

Der zweite Fall in Nordland

Bei dem Kriminalroman »Dunkel wie die Nacht« handelt es sich um den zweiten Band der Reihe um Jakob Weber und Noora Yun Sande aus der Feder von Ørjan N. Karlsson. Du kennst den ersten Teil noch nicht? Kein Problem! Hier findest du meine Buchbesprechung des ersten Falls – natürlich ohne zu spoilern, aber mit einem ersten Gespür für die Geschichte, die ich euch für das volle Leseerlebnis ans Herz legen würde. 😉

Auch diesmal führt Karlsson uns nach Nordland, wo die beiden noch relativ neuen Ermittlungspartner Jakob Weber und Noora Yun Sande mit einem überaus rätselhaften Fall konfrontiert werden.

Als mehrere ungewöhnliche Verbrechen die Region erschüttern, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, bei dem nicht nur die Ermittlungsarbeit, sondern auch die persönlichen Hintergründe der Beteiligten eine zunehmend wichtige Rolle spielen.

Zurück nach Nordland

Auch im zweiten Teil der Nordland-Reihe, »Dunkel wie die Nacht«, schafft Ørjan N. Karlsson ein außergewöhnlich atmosphärisches Setting. Mit jedem Satz spürt man die karge und kühle Rauheit der nordischen Landschaft, die sich mit den Schwächen und Verletzlichkeiten der Mitglieder des Ermittlerteams verbindet. Jeder von ihnen trägt seine eigenen Herausforderungen und persönlichen Themen mit sich. Die vom Autor geschaffene Stimmung macht es zu einem echten Lesevergnügen, in diese Geschichte einzutauchen – auch wenn die Mordfälle selbst durchaus verstörend sind.

Besonders gefallen hat mir, dass die Charaktere jeweils eine Weiterentwicklung erfahren haben, wenn auch nicht immer unbedingt zu ihrem Vorteil. Die persönlichen Probleme der Figuren wirken authentisch und könnten genau so irgendwo im Norden passieren. Gerade diese menschlichen Facetten machen das Ermittlerteam so greifbar.

Auch der Mordfall selbst konnte mich überzeugen. Für mich war die Entwicklung überraschend, denn ich hatte mit dieser Auflösung nicht gerechnet. Häufig gelingt es mir bei Kriminalromanen recht früh, den Täter zu erahnen – doch Ørjan N. Karlsson hat mich diesmal erfolgreich auf eine falsche Fährte geführt. Besonders schön fand ich eine dezente Anspielung auf einen bekannten Fernseh-Ermittler, die eher beiläufig erwähnt wird. Genau dieser feine Humor gefällt mir bei düsteren Geschichten besonders gut.

Auch beim Zusammenspiel des gesamten Ermittlerteams konnte der Roman wieder punkten. Trotz ihrer persönlichen Schwächen stehen die Figuren füreinander ein und zeigen, dass Ermittlungsarbeit nicht nur aus Fakten und Beweisen besteht, sondern auch aus Vertrauen und Zusammenhalt.

Und dann ist da noch das Ende: Die Andeutungen aus dem ersten Band werden nun konkreter. Wer bereits eine Vermutung hatte, bekommt diese möglicherweise bestätigt – zumindest ging es mir so. Gleichzeitig bleiben genügend Fragen offen, die meine Neugier auf den nächsten Band geweckt haben. Ich bin jedenfalls sehr gespannt, ob Ørjan N. Karlsson mich erneut aufs literarische Glatteis führen wird.

Mein Fazit

Mit »Dunkel wie die Nacht« ist Ørjan N. Karlsson eine rundum gelungene Fortsetzung der Nordland-Reihe gelungen. Die karge Atmosphäre Nordlands, die authentisch gezeichneten Figuren und ein überraschender Fall haben mich erneut tief in die Geschichte hineingezogen.

Besonders begeistert hat mich die Mischung aus spannender Ermittlungsarbeit, menschlichen Schwächen und dem starken Zusammenhalt des Teams. Genau diese Verbindung macht die Reihe für mich so besonders und sorgt dafür, dass man nicht nur dem Fall folgt, sondern auch mit den Figuren mitfiebert.

Wer atmosphärische Kriminalromane mit einer ordentlichen Prise Nordic Noir liebt, sollte Jakob Weber und Noora Yun Sande unbedingt kennenlernen. Ich für meinen Teil kann den nächsten Fall kaum erwarten und bin gespannt, welche Wege Ørjan N. Karlsson seine Ermittler noch beschreiten lässt.

Meine Bewertung

5-Sterne-Bewertung
Hinweis: Werbung - Rezensionsexemplar | Vielen Dank an das Verlagsteam für das Leseexemplar!
Coverabbildung: © Pendragon Verlag, verwendet im Rahmen der Buchbesprechung | Rezension
ISBN:978-3-86532-964-6
Sprache:Deutsch
AusgabeTaschenbuch
Seitenzahl356
VerlagPendragon
Erscheinungsdatum:06.07.2026
Fediverse-Reaktionen

Düstere Ermittlungen, rätselhafte Morde und die raue Atmosphäre Nordlands.

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