The Sky in your Eyes
von Kira Mohn
Selbst in der dunkelsten Nacht kann der Himmel leuchten …
Islands Winternächte sind lang. Doch Elín mag die Dunkelheit. Allein am Strand, unter dem endlos weiten Sternenhimmel, kann sie fast vergessen, was ihr Ex-Freund über sie gesagt hat. Über ihren Körper. Über ihr Gewicht. Bis die Selbstzweifel wieder so laut werden, dass nicht einmal das Tosen der Wellen sie übertönen kann. Als sie bei einem Kochkurs Jón kennenlernt, ist sie deshalb mehr als verunsichert. Jón ist attraktiv, charmant und witzig – und interessiert sich für sie. Elíns Herz schlägt in seiner Nähe schneller, trotzdem erstarrt sie bei jeder Berührung. Denn wie kann sie sich noch einmal fallen lassen? Wenn der Aufprall am Boden alles zerstören würde, was von ihr übrig ist …
Ein zarter Liebesroman rund um die Themen Bodyshaming und Selbstfindung.
Auszug des Klappentexts
»Lecker Bücher« entführt uns in die herzhafte vegane Küche – Nachgekocht »Vegane Bolognese« aus dem ersten Teil der Island-Reihe von Kira Mohn
Einige Worte vorweg
Den ersten Band »The Sky in your Eyes« der Dilogie von Kira Mohn hatte ich gebraucht bei der Secondhand-Buchplattform bookbot gekauft.
Die New-Adult-Autorin war mir bis dahin nicht bekannt, obwohl sie es auf die Spiegel-Bestsellerliste gebracht hat und in ihrem Metier wahrlich kein unbeschriebenes Blatt ist.
Doch warum ich dennoch das Buch gekauft habe, lag am Thema. Denn ich finde es immens wichtig, dass Themen wie Selbstfindung, Bodyshaming oder übergriffiges Verhalten am Arbeitsplatz, der Schule etc. in der Literatur für junge Erwachsene thematisiert werden.
Keine Liebe auf den ersten Blick, aber ein kulinarisches Highlight
Leider muss ich sagen, dass mich die Umsetzung der Geschichte rund um die Protagonistin Elín nicht komplett in ihren Bann gezogen hat. Die Handlung plätscherte für meinen Geschmack stellenweise etwas zu sehr dahin, und die emotionale Bindung zu den Charakteren hat mir gefehlt. Was mich jedoch absolut begeistert und durch das Buch getragen hat, war Elíns Leidenschaft: das Kochen!
Die Protagonistin versucht nach einer toxischen Beziehung und permanentem Bodyshaming, durch einen veganen Kochkurs wieder zu sich selbst zu finden. Genau hier blüht nicht nur Elín auf, sondern auch mein kulinarisches Herz. Da ich unglaublich gerne Rezepte aus Büchern nachkoche, war dieses Setting für mich das eigentliche Highlight. Oft wurden die Gerichte aus dem Kochkurs beschrieben, das Zusammenspiel von Gewürzen und die wachsende Begeisterung für die pflanzliche Küche. Eines der Lieblingsgerichte der Protagonistin war die vegane Bolognese. Da ich selbst schon länger kein vegetarisches Ragù alla bolognese gekocht hatte, stand für mich schnell fest: Die Story mag mich nicht komplett überzeugt haben, aber dieses Gericht musste sofort in meiner Küche getestet werden! Denn ein toller Pluspunkt des Buchs sind die zwei abgedruckten Rezepte im Anhang, die das Buch für Food-Liebhaber wie mich extrem aufwerten.
Ein Kochkurs gegen den Alltagstrott: Die vegane Bolognese im Test
Okay, sofort getestet hatte ich es dann doch nicht, weil das Leben immer wieder dazwischenfunkte, aber nun hatte mein Lieblingsmensch meine ständigen Fragen „Was wollen wir kochen?“ mit „Bolognese“ beantwortet – und los ging’s!
Im Buch lernt Elín in Island, wie man ein klassisches Ragù ganz ohne Fleisch zubereitet. Die Basis dieser Variante ist geräucherter Tofu. Beim Rezept im Anhang steht sogar der selbstbewusste Hinweis: „Die beste vegane Bolognese der Welt! Ganz ohne Übertreibung!“
Ob es nun wirklich die absolut Beste ist, kann ich natürlich nicht final bestätigen. Aber von meinen bisherigen Versuchen hat sie mich wirklich komplett überzeugt!
Ein direkter Vergleich ist ohnehin schwer, weil jedes Rezept anders ist – aber das ist ja auch das Schöne. Vielfalt macht das Leben schließlich bunt, und zwar in allen Lebensbereichen. 🙂
Das Rezept ist absolut unkompliziert nachzukochen, schmeckt fantastisch und wird ab jetzt definitiv öfter auf unserem Speiseplan stehen.



Zubereitungsschritte des Rezeptes »Vegane Bolognese« von Kira Mohn | Buchblog der Buchleserin
Mein Fazit:
Abschließend ist »The Sky in your Eyes« für mich ein Buch mit zwei Seiten. Was mich beim Lesen leider etwas gestört hat, waren die ständig kreisenden, negativ geprägten Gedanken von Elín. Ich verstehe zwar den emotionalen Ansatz der Autorin, aber auf Dauer war es ziemlich anstrengend und phasenweise sogar nervig, dieser Gedankenspirale zu folgen.
Mir hat hier einfach der überzeugende Entwicklungsprozess gefehlt, auch wenn dieser im echten Leben natürlich langsam vonstattengeht. Das ist besonders schade, da das Buch so wichtige Nebenthemen wie Bodyshaming und toxische Beziehungen im New-Adult-Genre mutig hervorhebt – Themen, die meiner Meinung nach gar nicht oft genug Raum in der Literatur finden können.
Dafür konnten mich der isländische Spielort und vor allem die Abschnitte rund um den Kochkurs absolut entschädigen – diese Passagen waren unterhaltsam zu lesen. Wer eine tiefgründige Figurenentwicklung sucht, wird hier vielleicht nicht ganz glücklich. Wer aber Lust auf eine gemütliche Island-Atmosphäre und tolle Inspirationen für die Küche hat, macht mit dem Buch absolut nichts falsch.
Für mich war es allein wegen der kulinarischen Entdeckung ein echter Gewinn: Mein Lieblingsmensch hat die vegane Bolognese nämlich restlos verputzt, für super lecker befunden und somit steht fest, dass wir sie unbedingt fest in unsere Rezeptliste aufnehmen müssen!
Meine Bewertung

Hinweis: Keine bezahlte Werbung.
Coverabbildung: © Kyss Verlag, verwendet im Rahmen der Buchbesprechung
| ISBN: | 978-3-499-00663-0 |
| Sprache: | Deutsch |
| Ausgabe | Taschenbuch |
| Seitenzahl | 336 |
| Verlag | ROWOHLT Taschenbuch Verlag |
| Erscheinungsdatum: | 16.11.2021 |
Kulinarischer Genuss mit erzählerischen Längen | Nachgekocht »Vegane Bolognese« aus dem Buch »The Sky in your Eyes«

